Alexander Herrmann "zu Gast" bei Cooking with Friends 1

Heute ist alles anders. Zugegeben, das Jahr 2020 ist anders als alle vorherigen, unser Weihnachtsessen wohl auch. Irgendwie ist nichts mehr, wie es mal war und wie man es kennt. Und schon gar nicht ist es, wie man sich das gewünscht oder vorgestellt hat. Viele Menschen sind betroffen und auch getroffen, sicherlich viele schwerer als so manch andere. Aber im Grunde ist jeder von der aktuellen Situation beeinflusst. Das normale Leben ändert sich gerade und es gibt neue Herausforderungen! Egal ob Kindergarten oder Seniorenheim, Krankenhaus oder Schule, Ämter, Behörden, Wochenmärkte, Kirmes, Weihnachtsmärkte und das breite Feld der Gastronomie. Es sind schwere Zeiten.

In unserer Nähe hat es einige Läden schon getroffen. Sie machen zu! Finanziell am Ende, Luft raus. Unfassbar. Wir hoffen – und da geht es sicherlich allen so – das dieser Schreck bald ein Ende hat, wenngleich es derzeit auch nicht in Sicht ist. Wir drücken dennoch die Daumen. Euch allen da draußen. Uns selbst auch.

Wie gesagt, alles ist anders als sonst. Wer Cooking with Friends schon kennt, der weiß, dass wir kurz vor Weihnachten nicht selbst kochen, sondern ein nettes, gemütliches Restaurant besuchen und uns es dort gut gehen lassen. So besuchten wir zum Beispiel in den letzten Jahren den Goldenen Anker vom ehemaligen Gelsenkirchner, Wahl-Dorstener Björn Freitag oder die Schote von Nelson Müller aus Essen. Wir waren im Post Lottetal vom Bochumer Marcus Post und bei Patrick Hoff in Gelsenkirchens Unverhofft. Nur dieses Jahr sollte uns ein Besuch in einem Restaurant nicht gelingen. Verbot. Gastro aus und zu!

Unser Weihnachtsessen sollte dieses mal anders ablaufen. Wir entschieden uns daher, die Gastro zu uns kommen zu lassen. In Form einer Box, wie sie aktuell großer Beliebtheit erfährt. Viele prominete Köchte bieten solche Boxen an, aufgrund des gewünschten Lieferdatums entschieden wir uns für die Starchefbox aus dem Hause Alexander Herrmann, Nürnberg.

Es handelt sich um die Surf & Turf Box für 2 Personen, daher bestellten wir 2 Boxen, damit es für 4 Personen auch passt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass dies eine neutrale Betrachtung der Produkte ist und wir keinerlei Verbindung zum Hersteller haben. Noch haben wir dafür Geld bekommen, die Boxen wurden uns auch nicht gratis zur Verfügung gestellt, wir sind Kunden und haben den regulären Preis dafür gezahlt. Die Box bietet folgende Gänge:

Vorspeise

Confierte Garnelen, Champagneressig-Cremedressing, gebratener Romanasalat, Croûtons, Kürbiskern-Pesto

Hauptgang

Rinderfilet am Stück, rosa gebraten, Portweinjus, Selleriepüree, Kartoffeln in schwarzer Trüffelbutter sautiert

Dessert

Törtchen von Schokoladen-Lebkuchen und Granatapfel im Glas, „Salty-Karamell“-Streusel

Weinbegleitung laut Flyer der Box

2017 Cabernet Sauvignon Tempranillo „forever yours“ created by Samu Haber

Ärgerlich: Durchgeschaut, ob alles da ist, … suchen, nochmal schauen, … weiter suchen … Na sowas! Es fehlt in einer Box das Champagneressig-Cremedressing und in BEIDEN BOXEN FEHLT die Aroma-butter. Das ist schon ziemlich schlampig und darf nicht passieren! Ok, Dressing der Vorpeise teilen wir also af 4 Teller auf. Und den Geschmack der Aroma-Butter denken wir uns dann. Sehr schade!

Auch Ärgerlich: Zur unserer Überraschung war auch der angepriesene Wein von Samu Haber „Forever yours“ nicht enthalten. In beiden Boxen lag je ein Flasche Tarima Monastrell 2016 dabei. Kein schlechter Wein, und spanischer Herkunft, jedoch nicht das, was das Marketing von Alexander Herrmann verspricht. Entäuschung macht sich breit.

Es liegt der Box eine Anleitung bei, die in wenigen Schritten erklärt, was zu tun ist. Wirklich leicht verständlich. Die Zeitangaben für die einzelnen Gänge sind absolut realistisch. Wir denken, selbst für ungeübte Küchenneulinge und Kochmuffel ist das gut handhabbar.

Also an die Arbeit – Die Vorspeise

Hier fehlte, wie erwähnt, leider in beiden Boxen die Aroma-Butter. Unverzeihlich aus unserer Sicht. Es führte auch zu leichten Frustrationen und einem kurzen Anflug von Demotivation. Ok, durchatmen.

Zwei Pfannen auf den Herd, Salat und Garnelen hinein. Dauert ja nicht lange. Das Dressing für 2 Personen auf 4 Teller verteilt, Salat und Garnelen darauf. Das Kürbiskernpesto dazu. Die Croutons haben wir nochmal in der Pfanne nachgeröstet und ebenfalls auf dem Salat verteilt.

Wir sind uns einig. Das schmeckt. Ein simpler Gang, leicht hinzubekommen. Sicherlich, das hätte man so in dieser Form auch selbst herstellen können, hätte aber deutlich länger gedauert und ist dann eher was für Leute die regelmäßiger in der Küche stehen. Für Laien und jene, die nicht gerne Kochen ist das eine derbe Erleichterung.

Und nun auf zum Hauptgang

Fleisch, wie beschrieben, zum Erwärmen in den Ofen. Die Kartoffeln in die Pfanne und los geht’s. Es bruzelt und man fühlt sich als würde man kochen, ohne die ganzen Vorarbeiten geleistet zu haben. Das Sellerie-Pürre im Topf langsam erwärmt, gelegentlich umgerührt. Die Portweinjus ebenfalls in einem Stieltopf auf den Herd, mehrmals gerührt bis alles schön heiß ist.

Schnell ist das Fleisch im Ofen fertig erwärmt. Dann anbraten in der Pfanne, für die Röstaromen, wie man so schön sagt. Kurz auf dem Brett ruhen lassen und dann aufschneiden. Sieht gut aus. Sous Vide Garung hat hier den klaren vorteil, da geht – wenn man sich nicht ganz blöde anstellt – nichts schief.

Wie auch schon bei der Vorspeise, kommen wir zu dem Schluß, dass dieses System mit den ausgewählten Speisen funktioniert. Es lässt sich alles ganz leicht aufwärmen. Ein Kinderspiel. Ideal also für ungeübte Kuchenneulinge. Es ist ein solider Hauptgang. Keine exotische Neukreation und auch keine aromatische Geschmacksexplosion, aber solide und passend für ein vorweihnachtliches Dinner mit Freunden.

Schauen wir auf den Abschluß – Das Dessert

Hier wird es nun, man glaubt es kaum, noch einfacher. Deckel vom Einmachglas auf, Streusel aus der Tüte darüber und fertig. Die Salty-Karamell-Streusel erinnern stark an die klassischen Streusel, die man von Omas Streuselkuchen her kennt. Wenig Karamell und nur ein leichter Salzgemschmack. Das hätte durchaus intensiver sein dürfen.

Na wenn das nicht mal leicht gewesen ist. Eine neue Art von Convenience-Food für den Gourmet daheim. Das Dessert schmeckt. Allerdings ist das wiederrum keine Überraschung für uns. (Leb)-Küchlein, Mousse und sahnige, cremige Desserts im Glas sind aktuell total trendy, da liegt es auf der Hand, dass das ein guter Abschluß für so ein 3-Gänge-Menü ist.

Unser Fazit

Wir bereuen es nicht. Es hat gut geschmeckt. Es hat Spaß gemacht. Wir sind satt geworden. Und, für uns stets das Wichtigste. Wir hatten einen schönen Abend.

Einig sind wir uns darüber, dass wir diese Box und auch andere Boxen nicht brauchen, um uns kulinarisch gut zu versorgen. Es macht aber Spaß und es ist leicht, schnell und einfach. Mit einer Geling-Garantie, wie es für viele Leute sehr nützlich ist.

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Ideal ist diese Box aus unserer Sicht für jene, die nicht so regelmäßig in der Küche stehen. Die nicht so geübten. Für diejenigen, die dennoch für sich und ein paar liebe Menschen etwas nettes auf den Teller zaubern wollen. Und auch für diejenigen, die gerne leidenschaftlich kochen und leidenschaftlich gut essen und genießen möchten. Ohne den ganzen Aufwand in der eigenen Küche.

Und so emfanden wir den „Besuch von Alexander Hermann“ bei uns zu Hause als eine Wohltat. Es ist eine gute Alternative zu einem Restaurant-Besuch, wenn es in so schwierigen Zeiten wie diese, nicht möglich ist. Allerdings mit deutlichen Abstrichen durch fehlender und falscher Produkte. Das ist unschön!

Wir hoffen auf bessere Zeiten und grüßen alle Liebhaber von gutem Essen, von leidenschaftlichem Kochen und dem gemeinsamen Genießen in geselliger Runde. Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund!

Hinweis: dies ist keine bezahlte Promotion.

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