Zutaten für die Quarkkäulchen
- 500 g Pellkartoffeln (vom Vortag, mehligkochend)
- 250 g Magerquark
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL Zucker
- 100 g Mehl (plus etwas mehr nach Bedarf)
- 50 g Rosinen
- Saft einer halben Zitrone
- Eine Prise Salz
Zutaten für das Ausbacken und Servieren
- Pflanzenöl (neutral, z.B. Sonnenblumenöl oder ein Schuss Walnussöl)
- Puderzucker zum Bestreuen
- Optional: Apfelmus als Beilage
Zubereitung
Die Kartoffel-Quark-Basis vorbereiten
Im ersten Schritt die Schale von den kalten Pellkartoffeln abziehen und die Kartoffeln in eine große Schüssel fein reiben. Den Magerquark zu den geriebenen Kartoffeln geben; sollte der Quark sehr feucht sein, diesen vorher in einem Tuch ausdrücken. Das Ei sowie den Zucker hinzufügen und alle Zutaten gründlich vermengen.


Den Teig vollenden
Nun nach und nach das Mehl unter die Masse heben, bis ein Teig entsteht, der locker, aber nicht mehr matschig ist. Die Masse mit etwas Zitronensaft fein säuerlich abschmecken. Zum Schluss die Rosinen nach Belieben unterheben – für das sächsische Original sind diese unverzichtbar.
Die Käulchen goldgelb ausbacken
In einer großen Pfanne reichlich Pflanzenöl erhitzen, bis der Boden vollständig bedeckt ist. Aus der Masse handtellergroße, flache Puffer formen. Diese im heißen Fett auf beiden Seiten für jeweils drei bis vier Minuten goldgelb ausbacken, bis sie eine hellbraune Farbe annehmen.


Anrichten und Servieren
Die fertigen Quarkkäulchen aus der Pfanne heben und kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen, um überschüssiges Fett aufzusaugen. Die noch warmen Puffer auf vier Teller verteilen und großzügig mit Puderzucker bestreuen.


Wissenswertes über die Hauptzutat: Die Kartoffel in der Nachspeise
Die Quarkkäulchen sind ein Paradebeispiel für die kreative Resteküche der sächsischen und später der DDR-Küche. Dass die Basis aus Pellkartoffeln vom Vortag besteht, verleiht den Käulchen ihre besondere Bindung und Textur, die mit frischen Kartoffeln kaum zu erreichen wäre. Der Name leitet sich vom Wort „Kaule“ ab, was im Sächsischen für eine Kugel oder einen Kloß steht, der dann flach gedrückt wird.
In der klassischen DDR-Gastronomie waren sie ein fester Bestandteil der Dessertkarte, oft serviert mit einem Klecks Apfelmus. Die Verwendung von Magerquark sorgte für eine feine Säure und Leichtigkeit, die im Kontrast zu den sättigenden Kartoffeln steht. Während in vielen Haushalten neutrales Öl zum Braten genutzt wurde, galt die Zugabe von Butter oder einem Schuss Walnussöl als besonderer Kniff für ein feineres Aroma.


